Zukunft des Tourismus – Experten widmen sich bei what if? gar nicht absurden Szenarien

Am 21. November 2016 begeben sich Kult-Journalist Hanno Settele und Zukunftsforscher Harry Gatterer bei what if? auf eine Denk-Reise zu gar nicht absurden Zukunftsszenarien. Auf der Hohen Mut Alm in Obergurgl (Ötztal, Tirol) diskutieren sie mit handverlesenen Gästen die Auswirkungen potentieller Entwicklungen auf den Tourismus – der Prolog einer vielversprechenden Veranstaltungsreihe.

2016-11-03_whatif_hohemut_2501Spannende Geschichten, hochkarätige Persönlichkeiten und inspirierende Gäste – basierend auf der Frage „Was wäre wenn?“ diskutieren Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts Wien/Frankfurt und Partner von Matthias Horx, und ORF-Journalist und Dokumentarfilmemacher Hanno Settele potentielle Zukunftsszenarien mit 100 exklusiv geladenen Gästen aus Tourismus, Wirtschaft, Politik und Medien. Für ein beflügelndes Ambiente laden die Gastgeber Ötztal Tourismus und Obergurgl-Hochgurgl zum Symposium auf die 2.610 Meter hoch gelegene Hohe Mut Alm.

Was wäre, wenn wir den Tourismus abschafften?

Touristen-Bude, Touristen-Restaurant, Touristenbus – in Zeiten, in denen „Tourist“ schon fast als Schimpfwort gilt, wäre es nicht unlogisch, ihn abzuschaffen. Aus Sicht der Trendforscher drängte sich eine Umkehrung auf: Wo der Touristiker heute über die „Fremden“ nachdenkt, sollte er sich zukünftig lieber den „Nahen“ widmen. So könnte der Touristiker zum „Lebensqualitätsoberbeauftragten“ werden, oder zum „Super-Heimat-Inspektor“. Also zu jemandem, der die Qualität des Lebens VOR ORT steigert, anstatt in der FERNE zu fragen: Wollt ihr nicht mal kommen!

Was wäre, wenn jedes Baby, das auf die Welt kommt, 100 Jahre alt würde?

Jedes zweite Baby, das heute auf die Welt kommt, erreicht die magische Altersmarke 100. Fast plötzlich wird das Spiel des Miteinanderlebens, die Wirkung der Wirtschaft, die Verteilung des Geldes oder die Idee des Wohnens neu definiert. Wenn man sich vorstellt, dass die meisten Sportler heute unter 30 sind, jedenfalls unter 40, sind es also die Trainer, die Ü40+ sein können. Was aber, wenn wir bald mehr Trainer als Spieler haben? Dann sieht es in der Welt bald so aus wie bei aktuellen Rolling Stones Konzerten: Die besten 7000 Plätze sind reserviert, für Rollstühle und andere Gehilfen.

Was wäre, wenn der Großteil der so genannten „Touristen“ nicht mehr aus dem Westen käme?

2035 wird es schon so sein, dass 75% der Menschen, die sich eine Reise mit dem Flugzeug mindestens einmal im Jahr leisten können, NICHT aus der westlichen Welt stammen. Diese Menschen leben, anders als wir, nicht in der für uns so vertrauten ICH Kultur. Individualisierung ist ein Phänomen der westlichen Wohlstandswelt. Der allergrößte Teil der Welt lebt in kollektivistischen Gesellschaften. Die berühmten individuellen Wünsche der Gäste, spielen die dann überhaupt noch eine Rolle? Die Frage ist: Wollen die Menschen iPhones oder wePhones? Wollen Sie Privat-Spas oder Public-Bathing? Wir wissen es nicht, und wollen daher die Frage ausdehnen.

Neue Räume – neues Denken

Mit what if? wird ein innovatives Veranstaltungsformat an einem ganz speziellen Ort kreiert: Obergurgl/Hochgurgl hat durch seine zukunftsorientierten und mutigen Pioniere eine Spitzenpositionierung im alpinen Tourismus erreicht. Durch die Unterstützung der soliden Partner Audi, Raiffeisen und der Standortagentur Tirol wird das hintere Ötztal mit what if? zum Treffpunkt der Visionäre, die sich der volatil anmutenden Zukunft nicht ausgeliefert sehen, sondern ganz im Gegenteil diese aktiv gestalten. In Zusammenarbeit mit dem von Matthias Horx ins Leben gerufenen zukunftsInstitut soll mit what if? Wandel begreifbar gemacht und Zukunft als Chance gesehen werden. Ergänzend wird sich auch Michael Lehofer, Leiter der Neuropsychiatrie und stv. ärztl. Direktor am LKH Graz Süd-West, als medizinischer Experte den Zukunftsszenarien widmen.

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