Zu Besuch beim Bergdoktor

bergdoktorpraxis_tvb-wilder-kaiserEr ist der wahrscheinlich berühmteste Bewohner am Wilden Kaiser: Dr. Martin Gruber, der TV Bergdoktor, dargestellt von Hans Sigl, löst in der mittlerweile sechsten Staffel allerhand medizinische und menschliche Probleme in den Bergen. Dass sich Schauspieler Hans Sigl auch selbst in der „Bergdoktorheimat“ sehr wohl fühlt, spricht für die Serie und den Wilden Kaiser. Was ihm hier gefällt und was ihn bewegt, verrät er in diesem Interview.

Wie ist Ihr persönliches Verhältnis zur „Bergdoktorheimat“ Wilder Kaiser?

Nun, das ist mittlerweile eine lange Geschichte. Wir haben 2007 mit den ersten Dreharbeiten begonnen und seither ist etwas gewachsen, ein Zusammenhalt und natürlich auch eine Verbundenheit. Eine Vertrautheit ist entstanden. Nicht nur zu den Originalschauplätzen, sondern auch zu den Menschen und Kollegen vor Ort. Wir wurden von Anfang an sehr unterstützt, was die Dreharbeiten anging, und wir merkten, dass wir sehr willkommen waren. Damals wusste noch niemand, dass wir erfolgreich sein und bis zu 6,4 Millionen Zuseher bekommen würden. Dadurch herrscht eine sehr positive und harmonische Stimmung.



Wenn Sie so viel Zeit in einer schönen Gegend wie dem Wilden Kaiser verbringen, dann gibt es sicher auch Lieblingsplätze?

Meine Lieblingsplätze, das ist schwierig. Je nach Laune und Stimmung. Der Weg rauf zur Gruttenhütte ist ein sehr schöner, denn man kann sichtbar dem Alltag mit jedem Meter entschwinden und sich alles von oben ansehen. Der Golfplatz natürlich, der Steinkreis, der Hintersteinersee. Es ist jedenfalls sehr schwierig zu sagen, wo ich ungern wäre.

Sie verbringen während der Dreharbeiten viel Zeit in der Region Wilder Kaiser. Was tun Sie bevorzugt nach Drehschluss?

Das ist unterschiedlich. Solange im Sommer die Sonne scheint, stehen Sport und Natur, Radfahren oder Golfen im Mittelpunkt.

Mitunter hole ich auch nochmal die Stöcke raus und dann geht es rauf auf den Berg. Ich brauche das, um mich nach Drehschluss auch körperlich auszupowern. Mental ist man nach zwölf Stunden Drehen schon bedient.




Welche Bedeutung haben Berge für Sie?

Ich bin in den Bergen aufgewachsen. Das bedeutet Heimat für mich. Berge sind für mich etwas ganz Normales und rein philosophisch gesehen „einfach da“. Für mich sind Berge natürlich etwas Meditatives, denn wenn man sich darauf einlässt, lehren sie einen Respekt und Demut. Nur so kann man einen Berg bezwingen.

Was macht Ihrer Meinung nach den Erfolg des Bergdoktors aus? Wie hat die Figur sich entwickelt, wie sehen Sie ihn?

Der Bergdoktor ist eine kluge Mischung, die dem Zuschauer gefällt. Wir haben natürlich eine unglaubliche Landschaft, um die Geschichten zu platzieren. Es war uns von Anfang an wichtig, die Figuren wahrhaftig zu gestalten und das Klischee des „Heimatfilms“ zu verändern und abzuschwächen. Dass das eine lang angelegte Geschichte sein würde, hat sich damals keiner gedacht. Insofern hat sich auch die Figur des Arztes verändert, weil Dr. Martin Gruber am Anfang noch etwas ruhiger, verständnisvoller und besonnener war, als er es jetzt ist. Ein Rundumversteher. Das war bis zur dritten Staffel so. Jetzt sind wir in Staffel sieben und ich bin gespannt, was alles auf ihn zukommt.

Der Bergdoktor steht für gesundes Leben in der Natur und soziale Lebensqualität. In Zeiten vieler Lebensmittelskandale und wachsender Natursehnsüchte ist er vielleicht aktueller denn je?

Ja, er führt ein ganz normales Leben als Nebenerwerbsbauer und Arzt. Soziale Lebensqualität ist bestimmt auch ein Teil der Geschichte. Was am Land „normal“ ist,  empfinden Städter immer als etwas Besonderes und Seltsames, weil es so einfach ist. Das hatte ich als Kind schon erkannt. Meine Patentante kam aus Graz, der großen Stadt, und ich war der kleine Bub in der Obersteiermark. Das war ein Kulturschock, denn ich fragte mich, wie man denn überleben soll, wenn man nicht einmal barfuß über eine Wiese laufen kann.

Und noch eine kleine Gedankenspielerei: Wie könnte der Bergdoktor Ihrer Meinung nach in zehn Jahren leben?

In zehn Jahren hat Dr. Gruber wahrscheinlich ein Medical Zentrum in den Bergen gegründet und mit Dr. Kahnweiler eine Klinik gebaut. Lilly studiert in New York. Hans und Susanne haben ein Restaurant eröffnet und der Hof wird noch in weiterer Folge von Lisbeth Gruber als Schauhof bewirtschaftet. Bitte fragen sie nicht, ob Martin Gruber dann auch eine glückliche Beziehung führen wird, denn das weiß wirklich niemand.


Hereinspaziert beim Bergdoktor

Der Bergdoktor ist schon lange am Wilden Kaiser zu Hause. Kein Wunder, es ist nämlich ganz einfach, sich hier wie im Film zu fühlen. Die Location ist perfekt und es gibt gleich mehrere Drehbücher für einen Urlaubs-Blockbuster. Wiederholungen sind erwünscht.

Neu: Bergdoktorwochen für Familien

Vom 25. Mai bis zum 01. Juni feiert die Bergdoktorwoche für Familien Premiere. In dieser Zeit, in der übrigens Pfingstferien in Bayern und Baden-Württemberg sind, werden vor allem die kleinen Gäste besonders viel Spaß haben, etwa bei einer Schnitzeljagd durch die Region oder einer Bergdoktor-Station beim Hexenwasser. Und wer sich wie im Film fühlen will, kann bei einer Szene aus dem Bergdoktor mitspielen, die fürs Heimkino gedreht wird.

Filmwanderungen

Die geführten Filmwanderungen mit Filmspezialist und Wanderführer Peter Moser sind die Klassiker in der „Bergdoktorheimat“. Unterwegs warten zahlreiche Drehorte, eindrucksvolle Geschichten, Sehenswürdigkeiten und der Rübezahlwirt, der bei einer Schnitzvorführung von den Dreharbeiten auf seiner Hütte erzählt. Die fünf Stunden bei der mittelschweren Wanderung vergehen wie im Flug.

Bergdoktorwoche am Wilden Kaiser

Für Fans ein Muss, für alle anderen ein unvergessliches Erlebnis. Bei der Bergdoktorwoche vom
07. bis 14. September tauchen die Teilnehmer ein in die Welt ihres Helden. Gemeinsames Willkommen in der Ellmauer Alm, Abendwanderung zum Föhrenhof am Wilden Kaiser inklusive Schweinsbraten à la Dreiseitl und vor allem der Fantag mit Hans Sigl am Hartkaiser gehören zu den Höhepunkten.

Bergdoktor-E-Bike-Touren

Noch nie war es so leicht und zugleich unterhaltsam, auf den Spuren des Bergdoktors unterwegs zu sein. Bei diesen Rundfahrten mit dem Elektrofahrrad kommen die Radfahrer zu den wichtigsten Schauplätzen der Serie. Angeboten werden die leichte „Wilder Kaiser“- Tour, die mittlere „Seeblick“- Route und die anspruchsvolle Höhentour „Panorama“. Und wer besonders viel erfahren will, der sollte unbedingt bei der geführten Bergdoktor-E-Bike-Tour mitmachen, die von Mitte Juli bis Ende August jeden Montag um 14.30 Uhr beim Infobüro Ellmau startet.

Geheimtipp: Hintersteiner See

Der romantisch oberhalb von Scheffau gelegene Hintersteiner See ist nicht nur einer von Tirols schönsten und saubersten Bergseen. Er ist auch ein wichtiger Drehort der Serie. Ein perfekter Platz also, um seine Tour mit einem erfrischenden Bad zu krönen. Der Bergdoktor liebt ihn übrigens auch sehr.


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