Viel mehr als geführte Touren: „Unvergessliche Erlebnisse“ mit Tipps

montaDas Team von der Bike-Basis Montafon vermittelt Emotionen – Angebote kostenlos

 

860 Mountainbike Kilometer – und Markus Fessler-Jenny (42) kennt jeden einzelnen. Als langjähriger Leistungssportler und Mitglied im Mountainbike-Club Montafon trainiert er auf ihnen. Als Fan einsamer Trails und herausragender Landschaft rollt er auf ihnen dahin. Als staatlich geprüfter Trainer und Leiter der Bike-Basis Montafon zeigt er den Gästen darauf die besten Touren – im Aktivclub kostenlos. Dabei reicht es Fessler-Jenny und seinem Team nicht, nur eine Tour zu begleiten und die Urlauber von A nach B zu bringen: Die sechs Guides bringen Bike-Fans die Natur und die Menschen im Montafon nahe, halten Überraschungen parat. Im Gespräch erklärt Fessler-Jenny seine hohen Ansprüche an die geführten Touren. Er legt dar, was das Montafon zu einer außergewöhnlichen Bike-Destination macht und verrät, welche Touren Fitnessurlauber auf dem Bike unbedingt abfahren müssen.



Markus, Sie nutzen oft das Wort „einzigartig“, sobald Sie über das Montafon als Urlaubs-Destination für Mountainbiker sprechen. Weshalb verdient das Tal diese Beschreibung?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Die abwechslungsreiche Landschaft mit Wiesen, Wäldern und Bergpanorama mit den drei Gebirgsgruppen Rätikon, Verwall und Silvretta ist ein Aspekt. Ein weiterer ist die unglaubliche Vielfalt. Alle Ansprüche werden erfüllt, ob nun ein Einsteiger oder Experte zum Biken kommt. Es gibt kurze, flache Touren oder familienfreundliche Routen, bei denen dann ein Lift als Aufstiegshilfe genutzt werden kann. Und es gibt richtig anspruchsvolle Trails mit steilen Passagen und über 2.500 Höhenmeter, die selbst Profis an ihre Grenzen bringen. Ein dritter Punkt ist die Kombination von Natur und Tourenangebot mit dem Aktivclub Montafon. Das ist einzigartig.




Inwiefern?

Wir Guides von der Bike-Station Montafon bieten in Zusammenarbeit mit Montafon Tourismus im Sommer montags bis samstags täglich zwei geführte Bike-Touren an. Dabei kommen die Teilnehmer in den Genuss von Erlebnissen, die sie ohne ortskundigen Guide kaum erfahren würden. Zudem geben wir ihnen technische Tipps. Eine Mindestteilnehmerzahl gibt es nicht – wir fahren auch mit einem Biker. Über 100 Mountainbikes, Kinder- und Komforträder stehen zum Ausleihen bereit. Hinzu kommen 100 E-Bikes im Montafoner E-Bike-Netz, wobei der Akku an jeder Station wieder geladen werden kann. All das erhalten die Gäste – neben vielen weiteren Aktivitäten – im Aktivclub Montafon kostenlos. Sie müssen nur in einem der vielen Partnerbetriebe übernachten. Ich kann mich nur wiederholen: Das ist einzigartig.

Schätzen die Kunden dieses Angebot denn?

Und ob. Sie sind dankbar. Viele kommen nach einer geführten Tour zu uns und fragen, was sie noch bezahlen müssten. Sie können einfach nicht glauben, dass das Angebot inklusive ist. Wichtig ist dabei, dass jeder Gast auf seine Kosten kommt. Daher bieten wir an der Bike-Basis Montafon E-Bike-Routen ebenso an wie äußerst anspruchsvolle und anstrengende Touren über technisch schwierige Trails – uphill wie downhill. In der Hochsaison von Ende Juni bis Anfang September sind an den sechs Tourentagen immer zwei Leistungsgruppen ausgeschrieben. So kann jeder auf seinem Niveau fahren, keiner ist über- oder unterfordert. Die Gäste sollen nach der Tour sagen: „Das war ein unvergessliches Erlebnis.“ Dann sind wir zufrieden.

 

Und wie schaffen Sie das?

Als professionelle Guides leben wir für die Natur und das Biken – privat und beruflich. Diese Leidenschaft spüren die Gäste. Wir vermitteln Emotionen, die kein Prospekt und kein noch so schönes Bild vermitteln können. Die Gäste sollen keine geführte Tour mitmachen, bei denen der Guide nicht mehr ist als einer, der die Strecke kennt und sein Bike im Griff hat. Wir geben unseren Gäste schöne Erlebnisse mit. Das wird immer wichtiger. Denn der Stress im Alltag nimmt zu, die Leute stehen beruflich oft unter Druck. Einen perfekten Urlaub verbringen sie dann, wenn sie sich in wenigen Tagen entspannen und ihren Stress abstreifen. Das gelingt nur mit unvergesslichen Erlebnissen. Deshalb bieten wir Bike-Urlaubern auf den Touren immer wieder Überraschungen.

 

Was wäre eine solche Überraschung?

Zum Beispiel machen wir einen Abstecher zu einem unvergesslichen Panoramaausblick, zu dem nicht jeder Biker alleine hinfinden würde. Oder wir überraschen die Biker mit einer ausgedehnten Brotzeit auf einem urigen Maisäß, einem der traditionellen, alten Berghäuser im Montafon. So zeigen wir den Bike-Urlaubern nicht nur Trails und Landschaft – wir bringen ihnen auch Tal und Leute, Traditionen und das Montafoner Lebensgefühl nahe.

 

Sie haben zuvor technische Tipps angesprochen. Sind auch sie Teil der geführten Touren?

Natürlich gehört zu jeder Tour ein kleiner, im Aktivclub ebenfalls kostenloser Workshop mit einer theoretischen Einführung in technische Grundlagen. Diese werden dann unmittelbar in die Praxis umgesetzt. Zudem bieten wir gezielt Technik-Kurse für Kinder an.

 

Können Sie ein paar Tipps nennen für eine Downhill-Fahrt auf dem Mountainbike?

Voraussetzung ist, dass das Bike auf den Fahrer eingestellt ist. Das prüfen wir an der Bike-Basis vor jeder Tour und übernehmen auch die Einstellung. Die Reifen sind ebenfalls ein wichtiger Aspekt: Weniger Luft bedeutet eine größere Auflagefläche und daher mehr Komfort und Grip bei der Abfahrt. Der Sattel wird nach unten gestellt, das Gewicht nach hinten verlagert.

Die Federung wird aktiviert, und die Kette steht auf der mittleren Scheibe, damit sie während der Geländeabfahrt nicht herausspringt. Zudem erkläre ich den Gästen immer: Sie dürfen bei der Downhill-Fahrt kein Passagier auf ihrem Rad sein. Aktives Fahren ist gefragt. Die Biker sitzen nicht statisch auf dem Sattel, sondern stehen leicht auf, Beine und Arme sind aktiv, der Kopf ebenso. Denn ein Höchstmaß an Konzentration ist entscheidend. Das ermüdet, folglich lässt die Aufmerksamkeit nach. Deshalb sollte man auch mal eine Pause einlegen. Das Absteigen ist ohnehin ein wichtiger Aspekt für mich: Jeder Fahrer muss für sich entscheiden, wenn es ihm zu schwer wird – und eben trotz Gruppendynamik den Mut haben, einfach ein Stück zu schieben. Davor habe ich großen Respekt.

 

Auf welcher Tour könnte man diese Tipps nun gleich anwenden?

Geübten Fahrern empfehle ich die Singletrails-Tour rund um den Itonskopf. Sie beginnt in Schruns, führt auf den Bartholomäberg, und nach 1.300 Höhenmeter und 40 Kilometern kommen die Biker wieder in Schruns an. Diese Rundtour bietet super Anstiege, eine tolle Aussicht auf die Berge ringsherum und ebenso einsame wie technisch anspruchsvolle Trails. Auch an der Bike-Basis bieten wir diese Tour an – dann natürlich wieder mit einem zusätzlichen Schmankerl: Wir machen zum Beispiel auf einer Alp Halt. Die Hütte dort wird eigentlich gar nicht bewirtschaftet. Doch stellen die Senner den Sura Kees her, eine Käse-Spezialität bei uns im Montafon. Damit und mit vielen weiteren Produkten aus eigener Herstellung werden wir dann verköstigt.

Erfahren Sie mehr, melden sie sich
für weitere Infos jetzt an:

 
www.montafon.at

 

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