T Ü R E – Eine temporäre Kunst-Installation am Grünen Ring in Lech Zürs am Arlberg

Hinter der schlichten Bezeichnung „TÜRE“ versteckt sich eine Kunst-Installation, die für 3 Jahre jeweils in den Sommermonaten entlang der Etappenwanderung „Der Grüne Ring“ in Lech Zürs ausgestellt sein wird. 9 Türen, gestaltet von 9 Künstlern aus fünf Nationen, sollen direkt an der Wanderroute zwischen 1700 – 2350 Meter Seehöhe an den unterschiedlichsten Stellen platziert werden. Für die künstlerische Leitung konnte der Tiroler Bildhauer Daniel Nikolaus Kocher gewonnen werden. Die Vernissage zur Kunst-Installation wird am 22. Juli am Lecher Rüfiplatz stattfinden.      

„Die Türe interessiert mich schon rein als Objekt, als Bauteil in ihrer Funktion. Mit ihrem abgrenzenden Charakter ist sie ein sehr gutes Instrument für polarisierende Themen und man kann mit ihr nahezu jede emotionale Situation in Verbindung bringen“, beschreibt Kurator Daniel Nikolaus Kocher, was ihn an der Türe als Medium für einen künstlerischen Prozess gereizt hat. Das Projekt entstand im Laufe der letzten eineinhalb Jahre, nachdem der Künstler seine erste Türe bereits 2014 in Form des Eingangs zum Grünen Rätselring für Kinder in Lech Zürs installiert und an der Idee Gefallen gefunden hatte: „Als ich die Türe, die gleichsam als Eingangsportal fungierte, aus ihrem konventionellen Kontext gerissen in der Landschaft stehen sah, spürte ich, dass sie noch sehr viel Potential beinhaltet, dem ich mit einer eigenen Kunstinstallation gerecht werden wollte.“

9 Türen von 9 Künstlern aus 5 Nationen

Daniel Nikolaus Kocher (c) Lech-Zuers-Tourismus
Für seine Installation konnte Kocher eine internationale Künstlerriege gewinnen, der neben ihm selbst der Allgäuer Designer Andreas Koop (DEU), der Brunecker Künstler Christian Piffrader (ITA), die Bregenzer Autorin Daniela Egger (AUT), der Hörbranzer Künstler Gottfried Bechtold (AUT), der armenische Maler Hrachya Vardanyan (ARM), der Murger Künstler Patrick Kaufmann (CH), Künstler Reinhold Neurureraus dem Gurgeltal (AUT) und Martina Strolz (aus Lech), welche die Idee hatte, mit der Jugend von Lech als Kollektiv ebenfalls die Gestaltung einer Türe zu übernehmen, angehören. Sie alle erhielten als Arbeitsgrundlage eine weiße Türe und wurden dazu angehalten, sich über das Verlassen oder Betreten von Räumlichkeiten sowie virtuelle Grenzen und Linien Gedanken zu machen. Weitere Gestaltungsvorgaben gab es nicht. „Es geschieht etwas, wenn man eine Türe passiert, da man immer einen Raum verlässt und gleichzeitig einen neuen betritt. Eine Türe kann dabei sehr viel signalisieren. Sie kann Behaglichkeit und Schutz genauso suggerieren wie willkommene Offenheit, aber auch eine unüberwindbare Hürde darstellen“, ist sich Kocher der emotionalen Bandbreite des Kunstobjekts Türe gewiss.

„Individuelle Interaktionen mit dem Objekt in der Natur“

Tür
Die 9 Türen sollen dann im Zuge der Vernissage am 22. Juli innerhalb der drei Etappen des Grünen Ringes in Begleitung von Wanderern und ihrer jeweiligen Erschaffer aufgestellt werden. Die Türrahmen werden dabei mit Erdschrauben im Boden verankert und anschließend in die am Rahmen befindlichen Angeln eingehängt. Im späten Herbst wird sie der Lecher Bauhof komplett abbauen. Während der Wintermonate werden sie von ihren Paten, jenen Lecher und Zürser Betrieben, die jeweils einem Künstler oder einer Künstlerin unterstützend zur Seite stehen, zur Bewerbung des Bergsommers, ausgestellt. Ihren letzten Sommer erleben die Türen im Jahr 2019, ehe sie den Paten für immer übergeben werden. Durch die Positionierung der Türen in der Landschaft sollen virtuelle Grenzen visualisiert werden. „Jeder Künstler wird dabei individuelle Interaktionen mit dem Objekt in der Natur gestalten“, erklärt Kurator Kocher den Anspruch an die Türe als Installationsobjekt. Die gesamte Aktion soll ferner sehr lebendig und interaktiv gestaltet und über die Sozialen Medien mit Beiträgen, Making Of`s und Kunstaktionen dazu begleitet werden.

„Die Verquickung von Kunst und Naturerlebnis ist für Gäste von Lech Zürs bereits zur Konstante geworden und gehört zum Wertvollsten, was wir ihnen bieten können. Die Kunst-Installation Türe wird sie überraschen, davon bin ich überzeugt“, unterstreicht Lech Zürs Tourismusdirektor Hermann Fercher das Bekenntnis seiner Region zu Kunst, Kultur und den leisen Tönen.

Daniel Nikolaus Kocher-Skizzen-Lech-Zuers-Tourismus
Die Vernissage zur Kunst-Installation Türe wird am Samstag Vormittag, 22. Juli 2017 am Rüfiplatz in Lech stattfinden. Die Einführenden Worte wird Frau Dr. Verena Konrad, Direktorin des Vorarlberger Architektur Instituts (VAI), halten. Daniel Nikolaus Kocher wird das Projekt als künstlerischer Leiter im Beisein aller Künstler vorstellen. Akkreditierungen richten Sie bitte an Fabienne Kienreich unter presse@lech-zuers.at.

Weitere Informationen unter www.lech-zuers.at/tuere

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