Setouchi als außergewöhnliche Winterdestination

Wo Schneebälle böse Geister vertreiben

Die nördlichen Inseln Japans sind berühmt für ihre enormen Schneemengen, aber auch der Südwesten, wo das Klima deutlich wärmer ist, bekommt reichlich weißen Segen von oben ab. Kalte Ostwinde vom Japanischen und Ostchinesischen Meer lassen es auch in den Bergen Westjapans kräftig schneien und sorgen für gute Wintersportbedingungen in der Präfektur Hiroshima in der Region Setouchi.

Während auf den Höhen tiefer Winter herrscht, sind die Temperaturen in den Tallagen vergleichsweise mild, so dass Reisende Wintersportaktivitäten und Sightseeing gut miteinander verbinden können. Außerdem sind die Skigebiete hier verkehrstechnisch sehr gut angebunden. So sind in der Region Setouchi von Hiroshima aus gleich elf Skigebiete per Bus oder Auto bequem und in kurzer Zeit erreichbar.

Sie bieten Pisten in allen Schwierigkeitsgraden, die meisten verfügen über Verleihstationen für Ski- und Snowboard-Ausrüstungen. Als Alternativen zum Skisport werden unter anderem Snow-Rafting, Rodeln und Schneeschuh-Wanderungen angeboten.

Von der Skipiste in den Onsen

80 Minuten vom Flughafen und eine Stunde vom Bahnhof von Hiroshima entfernt liegt das Megahira Ski Resort. Dank künstlicher Beschneiung herrschen auf den acht Pisten immer gute Verhältnisse, die Skischulen vor Ort bieten Ski- und Snowboardkurse an, außerdem stehen Events wie der Ladies‘ und der Children’s Day auf dem Programm. Die angenehmste Art, sich nach einem Skitag zu entspannen, ist wohl das Eintauchen in das dampfende Thermalwasser eines Onsen. Da trifft es sich gut, dass der Megahira Onsen Quelle Yoshiwa gleich in der Nähe der Pisten liegt. Er verfügt über 13 verschiedene Bäder, darunter ein Outdoor-Becken, das aus einem riesigen, ausgehöhlten Baum angefertigt wurde. Eine Übernachtung im Onsen und ein klassisches Kaiseki-Menü machen den Skitag auf japanische Art zum unvergesslichen Erlebnis.

Setouchi als Winterdestination

Megahira – Onsen, Credit: Setouchi Tourism Authority

Die Pisten des Osorakan Snow Park starten auf den höchsten Gipfeln der Präfektur Hiroshima und zeichnen sich durch besonders viel Naturschnee aus. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zur Japanischen See. Osorakan bietet einen abwechslungsreich gestalteten Snowpark und 15 verschiedene Skipisten, von denen die steile Kayabata Buckelpiste bis zu 38° Gefälle aufweist. Kleine Kinder können sich dagegen in der Familienzone spielerisch mit dem Wintersport anfreunden.

Setouchi als Winterdestination

Osorakan, Hiroshima, Credit: Setouchi Tourism Authority

Schneeballschlacht für Fortgeschrittene

Sich einfach so mit Schneebällen bewerfen, kann jeder. Japan darf sich rühmen, das Kinderspiel zu einer ernsthaften Sportart namens Yukigassen weiter entwickelt zu haben: mit mehrseitigem Regelwerk, ordentlichen Spielfeldern, nationalen und internationalen Turnieren. Zwei Teams aus jeweils sieben Mitspielern versuchen sich gegenseitig mit Schneebällen zu treffen und die gegnerische Fahne zu erobern. Zum Programm des 8. Osorakan Setsubun Festival am 3. Februar 2020 gehört auch eine große Schneeballschlacht, um Dämonen zu verjagen. Höchste Zeit, dass Schneeballwerfen olympisch wird.

Setouchi als Winterdestination

Yukigassen – Schneeballschlacht für Fortgeschrittene, Credit: Setouchi Tourism Authority

Das Geihoku Kokusai Ski Resort ist mit 20 verschiedenen Pisten das größte Skigebiet im Westen Japans und von Hiroshima aus in nur 50 Minuten Fahrzeit erreichbar. Anfänger wie Fortgeschrittene finden hier ihre idealen Strecken, die längste Piste ist 2000 m lang. Das Liftticket gilt auch für das rund 15 km entfernte Ski Resort Utopia Saito, wo Freestyler im größten Snow Park Westjapans ihre phänomenalen Kunststücke zeigen können. Wer noch nicht so weit ist, kann im Debut Park für den großen Auftritt trainieren. Das Kid’s Kingdom ist demSchneespaß für die ganze Familie gewidmet.

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