Kitzbüheler Stubengespräch zur Kunst des Mäzenatentums

2013-06-24_kcc_stubengespraech02Die Kitzbüheler Stubengespräche im Kitzbühel Country Club sind bereits renommiert und erfreuen sich großer Beliebtheit. Rund 60 Gäste begrüßte Hausherr und KCC-Initiator Richard Hauser am vergangenen Wochenende zu einer spannenden Diskussion zum Thema Mäzenatentum in Reith bei Kitzbühel. Österreichs Bundesminister Karlheinz Töchterle zeigte sich dabei nicht nur vom Kitzbühel Country Club begeistert, sondern auch vom Konzept des Mäzenatentums überzeugt.



Mäzenatentum, so erklärte Peter Daniel, der die Diskussion wiederum souverän leitete, ist ein alter Begriff und leitet sich vom Etrusker Gaius Cilinius Maecenas her, der in augusteischer Zeit Dichter wie Vergil und Horaz förderte. Heute gebe es das Mäzenatentum vorwiegend im Bereich Kunst, Sport und Wissenschaft – im Gegensatz zum Sponsoring verlangt es keine Gegenleistung, ist freiwillig und für den Mäzen jederzeit widerrufbar. BM Dr. Karlheinz Töchterle zeigte sich im Rahmen der Diskussion vom Konzept Mäzenatentum überzeugt: „Wer in Bildung investiert, investiert in Wohlstand – und dieser Wohlstand ist nicht nur monetär zu sehen, denn auch Kunst, Wissenschaft und Kultur machen eine Gesellschaft reicher und diese Gesellschaften sind die stabilsten der Welt.“ Einigkeit herrschte unter den Diskussionsteilnehmern, dass die Begriffe Mäzenatentum und Sponsoring oft ineinander verschwimmen und eine klare Trennung schwierig sei. In Österreich gebe es für beiderlei großartige Beispiele: So würde Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz die Paracelsus Universität in Salzburg unterstützen und Frank Stronach mit Magna die Technische Universität Graz sponsern.


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Aktuelle Rahmenbedingungen erschweren das Mäzenatentum

Univ.-Prof. Dr. Georg Wick, Experte am Gebiet Pathophysiologie, kritisierte, dass es in Österreich keine Kultur für Mäzenatentum gebe und man sich ein Beispiel an anderen Ländern nehmen sollte. Besonders die hohen Steuern und komplizierten rechtlichen Bedingungen erschweren einem Mäzen sein Tun. „Einmal einen Mäzen gewonnen, gilt es wichtige Punkte zu beachten, um diesen als Gönner zu behalten.“, so Wick, der mit seiner Biomedizinischen Altersforschung bereits mehrfach in den Genuss des Mäzenatentums gekommen ist. „Der Mäzen muss für das gut aufbereitete Thema begeistert werden und regelmäßig über den Stand der Dinge informiert werden.“ Gerne würden auch Bibliotheken oder andere Räumlichkeiten einer wissenschaftlichen Institution nach ihren Gönnern benannt und damit das Engagement des Mäzens positiv stimuliert. Bei der anschließenden regen Diskussion wurde auch bald klar, dass es einfacher und üblicher ist, Sport und Kunst zu fördern und die Förderung der Wissenschaft dringend eines besseren Ansehens bedarf – an der Mentalität für das Mäzenatentum, so zeigte sich das Podium überzeugt, müsse noch kräftig gearbeitet werden.

Unternehmer Richard Hauser, Initiator des KCC, betonte in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung des Kitzbühel Country Club als internationale Netzwerkplattform: „Unser innovatives Unternehmen schafft einen zunehmend anerkannnten und geschätzen Rahmen als Treffpunkt für Persönlichkeiten, die auch der Wunsch eint, Wissenschaft und Kunst zu unterstützen. Die besondere Standortqualität des Kitzbüheler Raums, sowie die Anziehungskraft der Region tragen zum Erfolg des Kitzbühel Country Club als lokal verankerte internationale Begegnungsstätte bei. Damit können wir auch einen wichtigen Beitrag zum Standort Tirol leisten.“

 

Kitzbühel Country Club

c/o Toni Sauper

Kitzbüheler Straße 53

a-6370 Reith bei Kitzbühel

 

t: +43 (0)5356 64664

f: +43 (0)5356 64664-99

m: +43 (0)664 1239931

 

www.kitzbuehel.cc

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