Kammermusik, Keesknöpfli und röhrende Hirsche

img2Das Montafon überrascht mit ungewöhnlichen Genusserlebnissen

Im Montafon sind die Einheimischen ausgeprägte Genießer. Sie lieben ihre regionale Küche, so wie sie seit vielen Generationen gepflegt und mit Zutaten aus dem Tal zubereitet wird. Sie sind Naturliebhaber und mögen gute Musik. Sie pflegen ihre Bräuche und wissen, wie man auf traditionelle Art feiern kann. Beste Voraussetzungen also, um beim Bergkulinarium, beim Kammermusik Fest oder beim Alpabtrieb die Leidenschaften der Montafoner kennen zu lernen. Da fühlt sich der Gast bald selbst wie ein Einheimischer.


Ihre gute Küche liegt den Montafonern am Herzen. Auf ihre Produkte aus der Region und althergebrachte Traditionen lassen die Menschen in dem idyllischen Tal im Westen Österreichs nichts kommen. Sogar die Namen sind immer noch so, wie sie von den Vorfahren geprägt worden sind. Der Sura Kees wird genau so zubereitet, wie es seit dem 12. Jahrhundert Brauch ist. Der würzige Sauermilchkäse ist eine Art kulinarisches Wahrzeichen. Bei der Veranstaltungsreihe Bergkulinarium von Juli bis Oktober gehen Gäste auf eine verführerische Reise in die Gastronomie des Tals und machen mit vielen alten Bräuchen Bekanntschaft: Sie lernen, wie die beliebten Käsknöpfli zubereitet werden, die mit Zwiebeln serviert werden und mit Kartoffelsalat oder Apfelmus als Beilage auf den Tisch kommen. Oder die Mostbröckli, geräuchertes Rindfleisch, das zum Most gegessen wird. Diese und viele andere regionale Spezialitäten werden dann in zahlreichen Hotels, Restaurants und Gasthäusern aufgetischt.

Vom 6. bis zum 21. Juli lockt das Bergkulinarium Sura Kees. Vom 10. bis zum 21. August steht das Bergkulinarium Alpen auf dem Programm. Danach folgt vom 28. September bis 13. Oktober das Bergkulinarium Goldener Herbst. Ein Pflichttermin ist der Montafoner Bura Tag am 5. Oktober, bei dem der beste Sura Kees ausgezeichnet wird, ein Bauernmarkt stattfindet und eine Viehprämierung auf dem Programm steht. Anlässe für feines Speisen im Montafon gibt es also zur Genüge.

Das Kammermusik Fest Montafon mit dem Rodin-Quartett

Die Montafoner hatten immer schon einen Sinn für das Besondere. Das hat wohl auch
Ernest Hemingway imponiert, als er in den Wintern 1924/25 und 1925/26 das Tal kennen und lieben gelernt und viele Ausflüge unternommen hat. Die Berge, die Atmosphäre des Tals und der Charakter der Menschen, all das zieht Künstler offenbar an. In diesem Sommer werden es hochkarätige Musiker sein, die beim Kammermusik Fest Montafon vom 15. bis 18. August im Tal gastieren.

Das Fest, unter der künstlerischen Leitung von Clemens Weigel, Cellist beim renommierten
Rodin-Quartett München, wird ein neuer Höhepunkt des Sommerkulturprogramms im Montafon. Neben dem Rodin-Quartett werden noch Christoph Hartmann (Oboe) von den
Berliner Philharmonikern und der Pianist Maurizio Baglini aus Florenz auftreten. Die Konzerte finden von Donnerstag bis Samstag jeweils um 17:00 Uhr statt. Für Interessierte wird um
16:30 Uhr eine Werkeinführung angeboten. Am Sonntag wird eine Matinee um 10:30 Uhr den Abschluss bilden. Außerdem wird es ein Abo für den gesamten Zyklus inklusive der Werkeinführungen geben.


Wo zarte Goldstickerei auf robuste Reisigbesen trifft

Beim Alpabtrieb wird die Dorfstraße zum Laufsteg

Nach dem Kammermusik Fest sind es nur noch wenige Tage bis zu einem weiteren Saisonhöhepunkt. Dieser ist mindestens genauso tief in der Tradition verwurzelt wie das Bergkulinarium. Im September wird es bunt und lebendig im Montafon. Festlich geschmückt schreiten die Kühe beim traditionellen Alpabtrieb unter den bewundernden Blicken des Publikums durch die Straßen Richtung Stall. In zahlreichen Dörfern wird dieser Brauch seit gut 400 Jahren praktisch unverändert gepflegt. Den Abschluss der Alpabtriebe bildet die Schafscheide Garnera in Gaschurn. Bei dieser werden rund 900 Lämmer und Schafe von der Alpe Garnera ins Tal getrieben. Dass der Alpabtrieb heute so populär ist, liegt auch am Rahmenprogramm: Mit Bauernmärkten, Live-Musik und traditioneller Bewirtung wird dem Publikum einiges geboten. Auch dort sind der Sura Kees und die Keesknöpfli wieder vertreten. In die alpine Berglandschaft eintauchen und alte Bräuche entdecken, dafür ist das Montafon wie geschaffen.

Wer das auf ungewöhnliche Art tun will, der kann bei den Hirschbrunft-Wanderungen unvergessliche Momente erleben. Zusammen mit einem ortskundigen Führer geht es von Tschagguns ins Gauertal, wo das eindrucksvolle Naturschauspiel mit den röhrenden Hirschen wartet. Den Abschluss dieser Tour bildet die Einkehr in eine Alphütte mit Volksmusik und Keesknöpfli.

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