Fisser Blochziehen 2014 begeisterte 10.000 Zuschauer

2014-01-27_sfl_bloch02

Schlag 12.30 war es soweit: Mit den Schallnern, Mohrelen und dem Bajatzl die den Zug ankündigten, startete das Fisser Blochziehen 2014. 10.000 begeisterte Zuschauer, darunter viele prominente Gesichter wie der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe oder auch Bischof Manfred Scheuer ließen sich in den Bann der traditionellen Fasnacht ziehen, die 2011 auch in das Nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO in Österreich aufgenommen wurde.


Ganz im Gegensatz zu den nahezu frühlingshaften Temperaturen der letzten Wochen zeigte sich Fiss am Sonntag von seiner winterlichen Seite: Perfekte Bedingungen für den „Miaßmann“, der in diesem Jahr die Leitfigur darstellte. Neben dem Bloch, der symbolisch für den Pflug, der die Felder zur Aussaat aufbricht steht,  ist die wechselnde Leitfigur eine der Besonderheiten in Fiss: Nach dem schelmischen „Bajatzl“ 2010 übernahm heuer der „Miasmann“ die führende Rolle. Die traditionelle Rede eines „Schallners“ erklärt sein Wesen, während er  eingefangen wird: „Das ist der große, wilde Mann aus alter, grauer Zeit, bei Moos, Wasser und Schwämmen hier im Walde aufgewachsen. An Stärke ohnegleichen können zehn von Euch mit ihm sich nicht vergleichen, aber wir halten ihn gut gefangen, dass er kann nicht zu Euch gelangen, sonst könnte es kosten manchen Kopf und mancher Jungfrau ihren Zopf.“

Über 300 Figuren – allein 60 davon direkt beim Bloch – machten das Oberländer Dorf zur wahren Fasnachtshochburg:  Während der „Miasmann“ und der Bär angetrieben wurden, um den Bloch vom Kulturhaus zum Fonnes-Platz zu ziehen, versuchten die Hexen und „Schwoaftuifl“ immer wieder, die Beiden zu befreien. Zum großen Missfallen, des Fuhrmanns, der mit seiner Geisel und lauten Zurufen sein Gespann vorantrieb. Aber die Jäger und Bärentreiber konnten die wilden Gesellen immer wieder einfangen und ins Geschirr spannen, und so gelangte der Bloch am späten Nachmittag zum Fonnesplatz, wo er versteigert wurde: Der Preis kletterte auf 15.400,- Euro – den Zuschlag erhielt der Serfauser Hotelier Alois Schalber.

„Wir freuen uns, dass das Fisser Blochziehen auch 2014 reibungslos über die Bühne gegangen ist und wir den Zuschauern echte Tiroler Tradition darbieten konnten. Und hoffen, dass wir auch 2018 wieder so viele Besucher begeistern dürfen“, so Christian Kofler, der Obmann des Vereins Fisser Blochziehen. „Oder bereits 2016, wenn der Nachwuchs zum „Kinder-Blochziehen“ einlädt“, ergänzt der Fisser Bürgermeister Mag. Markus Pale.

Alle Detailinformationen zu den einzelnen Figuren: www.blochziehen.at

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