Christkindlmärkte in Innsbruck starten mit hohen Sicherheitsauflagen

Mit einem Sicherheitskonzept, das deutlich über behördliche Auflagen hinausreicht, soll die planmäßige Eröffnung der Innsbrucker Christkindlmärkte möglich werden. Die Verantwortlichen verzichten heuer vollständig auf Gastronomie. Essen und Trinken wird Sitzenden an Tischen in den Gastgärten der Stadt angeboten. Zudem kommt ein neues Digitalsystem zum Einsatz, dass mittels feinster Sensorik Menschenansammlungen erfasst, damit Besucherströme aktiv gelenkt werden können. Die Sicherheit und Gesundheit der Besucher stehen im Mittelpunkt, konzentrieren will man sich auf die Tradition, und zentrale Werte der Weihnachtszeit wie Entschleunigung, Ruhe und Besinnlichkeit.

Gerade in diesem Jahr sehnen sich Einheimische wie Gäste ganz besonders nach Auszeiten vom Alltag, wie sie ein Besuch auf dem Christkindlmarkt bietet. Als verantwortungsbewusste Gastgeber stellen sich die Veranstalter der Innsbrucker Bergweihnacht der Herausforderung und machen mit einem adaptierten Konzept die Christkindlmärkte möglich. Zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Präventionskonzepten, die in enger Abstimmung mit den regionalen Behörden erstellt wurden, tragen weitere innovative Sicherheitsmaßnahmen und organisatorische Veränderungen dazu bei, dass sich Besucher auf weihnachtliche Erlebnisse mit Abstand und Distanz freuen können. Anders als in den vergangenen Jahren – aber vielleicht ähnlich der Stimmung, die der Innsbrucker Christkindlmarkt in seinen Entstehungstagen vor mehr als 40 Jahren bot.
 

Risikominimierung an erster Stelle

Verantwortungsvolles Handeln, das die Gesundheit der Besucher in den Fokus stellt, ist die oberste Maxime: „Uns war es ein großes Anliegen, die Innsbrucker Christkindlmärkte auch in diesem Ausnahmejahr möglich zu machen. Natürlich unter der Prämisse, mögliche Risiken für Besucher zu minimieren“, so Innsbrucks Vizebürgermeister Johannes Anzengruber. Neben einer Reihe von konzeptionellen Änderungen, die eine Genehmigung erst ermöglichten, setzt man auf die technische Lenkung von Besucherströmen: „Wir konnten im Sommer Frequenzmessungen mithilfe von Digital-Sensorik erproben – dies funktioniert sehr gut. Diese Technik wird in der Altstadt, in der Maria-Theresien-Straße und auf dem Marktplatz zum Einsatz kommen. Mit Frequenzzahlen in Echtzeit erhalten sowohl Veranstalter wie auch Besucher einen Überblick über stärker und weniger stark frequentierte Märkte,  und diese ermöglichen im Bedarfsfall eine Steuerung der Besucherströme“, beschreibt Anzengruber die Details.

Christkindlmarkt wie damals

Robert Neuner (Geschäftsführer IAI Veranstaltungs GmbH) beschreibt die konzeptionellen Änderungen: „Wir möchten unseren Besuchern so viel Platz wie möglich für eine weihnachtliche Auszeit bieten. An den Ständen, die natürlich mit wesentlich mehr Abstand platziert sind, finden die Besucher wie gewohnt Geschenkideen, regionale Produkte und weihnachtliche Deko. Hier werden natürlich alle Hygienevorschriften und Abstandsregelungen beachtet. Kulinarische Köstlichkeiten  wird es in den Gastgärten der ansässigen Betriebe geben. Damit können einerseits auch hier alle Vorschriften eingehalten werden, und für die Besucher ist wirklich ein entschleunigter „Marktbesuch, wie’s frühe war“ möglich. Die Vielfalt, für die die Innsbrucker Bergweihnacht steht, bleibt davon unberührt: „Das Konzept wird auf allen Märkten – auf der Hungerburg, in St. Nikolaus, auf dem Marktplatz, in der Altstadt, in der Maria-Theresien-Straße, am Bergisel und in Wilten – dementsprechend umgesetzt. Wir freuen uns, dass das Gemeinsame auch in Ausnahmesituationen hier für alle im Vordergrund steht und alle an einem Strang ziehen.“
 

Verantwortungsbewusst fürs ganze Land

In Innsbruck ist man sich der großen Verantwortung, die den Christkindlmärkten für den Saisonstart für den ganzen Tourismus zukommt, bewusst: „Wie nie zuvor ist eine große Solidarität aller für den Start in eine Wintersaison unter äußerst unsicheren Vorzeichen spürbar – und das tragen wir zu 100% mit. Gemeinsam mit den Behörden und den Veranstaltern haben wir Konzepte erarbeitet, um Christkindlmärkte, die für Einheimische wie Gäste, aber auch für die Gastronomie und die Hotellerie in Innsbruck ein wichtiger Faktor sind, zu ermöglichen. Gesundheit, Sicherheit und Nachhaltigkeit sind jene Parameter, die die Planung bestimmt haben“, so Obmann Dr. Karl Gostner (Innsbruck Tourismus). Mit dem neuen Lichterpark Lumagica im Innsbrucker Hofgarten konnte sogar eine neue Attraktion geschaffen werden, die das Angebot der Bergweihnacht mit viel Raum bereichert.

„Ich freue mich, dass die Christkindlmärkte stattfinden können. Dies ist nur dank der Zusammenarbeit aller Partner – allen voran Stadt Innsbruck und Innsbruck Tourismus – und deren finanzieller Unterstützung möglich. Nur so können wir die zusätzlichen Herausforderungen meistern und für unsere Besucher auch 2020 ein einmaliges Erlebnis schaffen“, so Michael Perger, der als Obmann des Vereins der Innsbrucker Altstadtkaufleute  für die Märkte verantwortlich zeichnet, abschließend.

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