Bozen: Tipps für Gourmets

Wunderbare Blicke auf die Stadt lassen sich weit oben von der Terrasse am Hang aus oder unten am schönsten Stadtplatz erhaschen: Einkehren in der Haselburg und im Stadt Hotel Città.

Die Haselburg über den Dächern von Bozen (406 m) erreicht man am besten zu Fuß oder mit dem Mountainbike vom Stadtteil Haslach aus. Die Webseite www.sentres.com liefert alle Tourendetails dazu. Natürlich führt auch eine geteerte enge Bergstraße bis zur stolzen Burg am Porphyrhügel hinauf, so dass sie abends auch bequem mit dem Auto erreicht werden kann. Doch tagsüber lohnt sich der rund 45-minütige Aufstieg über gemütliche Promenaden und Serpentinen, die sich auch für einen Spaziergang mit Kinderwagen eignen.
Ganz abgesehen davon, dass sich heute in der Burg ein renommiertes Restaurant mit Weinkeller und ein kleines Kongresszentrum befindet, das die Bozner gern für Feste und Kulturveranstaltungen aufsuchen und das allein schon einen Ausflug – wie auch immer – wert ist. Im Sommer locken vor allem der innere Burghof und die Dachterrasse mit spektakulärem Blick auf Bozen. Aber auch die Speisekarte verspricht Besuchern genussvolle Stunden. Von Tripadvisor hat die Haselburg 2013 ein „Certificate of Excellence“ erhalten.
Zu den Besonderheiten des Ausflugsziels mit Einkehrmöglichkeit zählen die Oldies but Goldies Abende und die Jazz & Dine Soireen im Sommer. Jeden ersten Freitag im Monat tanzen Besucherinnen und Besucher zur Musik aus den 70er, 80er und 90er Jahren auf der Dachterrasse, jeden Mittwochabend hingegen wird das Abendessen umrahmt von jazzigen Klängen einer live-Band serviert.
Die Haselburg ist eine Halbruine, die wie andere größere Burganlagen der Gegend Ende des 12. Jahrhunderts von den Herren von Haselberg errichtet wurden. Sie wurde um 1300 zerstört, später wurden Teile der Anlage wieder aufgebaut. Ihr heutiges Aussehen ist geprägt von den Umbauarbeiten um die Mitte des 16. Jahrhunderts. Weite Teile der Burg wurden im 19. Jahrhundert von einem Brand zerstört, so dass nur mehr ein Teil der Burg erhalten ist.
geöffnet täglich 12-14 und 19-22:30 Uhr; Ruhetag: Sonntagabend und Montag. www.haselburg.it

Am zentralsten Stadtplatz gelegen, zwei Schritte von der Waltherstatue entfernt, thront eine der exklusivsten Adressen der Stadt: das Stadt Hotel Città.
Kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkriegs 1913 wurde die ehemalige Mädchenschule am Stadtplatz als Hotel umgebaut. Seither hat es die wechselvolle Geschichte des bekanntesten Stadtplatzes mitgestaltet und diese gleichzeitig von seiner markanten Fensterfront aus beobachtet. In den letzten Jahren hat das Hotel vor allem internationales Publikum begrüßt, darunter viele Musiker, Sportler und Künstler, die am Veranstaltungsreigen der Landeshauptstadt teilgenommen haben. Samstagvormittags gilt die Einrichtung als Treff für BoznerInnen, die „ihr“ Stadtcafé aufsuchen, um in den rund 70 druckfrischen Zeitungen zu blättern, während sie mit Bekannten frühstücken oder brunchen. Das Stadthotel, das sich darum gern als „Wohnzimmer Bozens“ präsentiert, punktet auch mit einer eigenen Hauskonditorei und mit dem einzigen Sacher-Shop außerhalb Österreichs.

Heuer wird das Stadt Hotel Città 100 Jahre alt. Die Veranstaltungsreihe anlässlich des Jubiläums hat im April mit einem Gala-Abend begonnen und wird bis Oktober fortgeführt: Am 18. Juli verwandelt sich der Waltherplatz vor dem Hotel beispielsweise zum Walzerplatz, am 31. Juli spielt die Akademie Gustav Mahler abends eine „unerhörte Fünfte“, die ganze erste Augusthälfte lang improvisieren junge MusikerInnen des Gustav Mahler Jugendorchesters im und um das Haus mit ihren „SacherConcertos“, am 16. August überraschen die jungen KünstlerInnen der European Youth Orchestra mit einem Orchestra Flash Mob. Es gibt Candle Light Dinners, „Ladies in Dress“, Streicherkonzerte und Autorengespräche.
www.hotelcitta.info

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